Puh… Das klingt nach einem umfangreichen Thema. „Ob wir dieses in nur drei Sätzen beschreiben könnten?“, ich bezweifle es. Ihr Leben verändern zu wollen, ähnelt der Herangehensweise, wie Sie Ihre Gewohnheiten verändern.

Der Veränderungsprozess in Kürze:

  1. Beobachten – In dem Moment, indem Sie einen bestimmten Aspekt Ihres Lebens beobachten, erkennen Sie, ob Sie diesen mögen oder nicht. Und das führt zu Schritt zwei.
  2. Präferenz – Dadurch erkennen Sie, was Sie wollen und was Sie nicht wollen. Schon kommen wir zu Schritt drei.
  3. Handlung – Sie handeln entsprechend Ihrer Präferenz. Wenn Ihnen etwas gefällt, dann wollen Sie mehr davon. Und wenn Ihnen etwas missfällt, dann wollen Sie dieses nicht mehr! Ist ja verständlich, denn wer will schon etwas, das ihm kein gutes Gefühl gibt. Das ist der Zeitpunkt Ihrer persönlichen Veränderung, denn Sie sind unzufrieden und das ist auch gut so!

Seit wann verändert Unzufriedenheit etwas im Leben?

„Ich kenne so viele Menschen aus meinem Bekanntenkreis, die ständig unzufrieden und nie wirklich glücklich sind. Inwieweit soll mir das also helfen?“, fragen Sie sich. Nun die Antwort lautet: Weil Unzufriedenheit – im Grunde genommen – ein positives Gefühl ist. Lehnen Sie es nicht ab, sondern lernen Sie, bewusst damit umzugehen. Dieses Gefühl von, „Arrrgh… hier stimmt doch was nicht“, oder „Das….Das will ich doch gar nicht!“, führt zu entsprechenden Handlungen, sodass Sie zu dem kommen, was Sie bevorzugen. Der Unterschied zwischen Ihnen und denjenigen, die ständig meckern und sich beschweren, ist, dass Sie aktiv werden. Das ist wie, wenn der Schuh drückt. Was machen Sie dann? Genau! Sie ziehen ihn aus, denn Sie sind aktiv geworden und haben nicht die nächsten fünf Kilometer darüber gemeckert, wie sehr Ihr Schuh drückt. Wenn Sie in Ihrem Leben etwas stört, dann verändern Sie es, indem Sie fortan auf eine Weise handeln, die den Nährboden für Resultate ermöglicht, die Sie liebend gern hätten.

Erzählen Sie der Gesellschaft nichts davon!

Und das meine ich so ‚ernst‘, wie ich es hier schreibe. Erzählen Sie niemandem von Ihrer anstehenden Veränderung. Denn dies könnte Sie zum Wanken bringen. Es heißt zwar in einigen Lebensratgebern, dass man anderen davon berichten solle, dass jedoch halte ich für falsch. Theoretisch solle es Ihnen helfen, dass andere auf Ihr Verhalten achten und Sie ermahnen, wenn Sie sich ‚daneben benehmen‘. Doch in dem Augenblick, indem Sie anderen von Ihren Bestrebungen erzählen, laden Sie sie ein, über Sie zu urteilen und ihren Kommentar abzugeben. „Klingt doch gar nicht so schlecht“, mögen Sie sich denken, doch warten Sie ab….

Steigert es Ihre Zuversicht in Ihr Vorhaben, wenn Sie jemandem davon erzählen, obgleich Sie noch nicht wissen, ob es klappt? Schließlich hatten Sie es sich mal grade zum Ziel gesetzt, Sie sind noch ‚keinen Meter gelaufen‘.
Sie wissen nicht, wie Ihr Plan ausgehen wird und dennoch erzählen Sie es brühwarm den anderen – na, da stimmt doch was nicht(!).

Das wäre so, als erwarten Sie von einem vierjährigen Jungen, dass er am Tag zwölf Tausend Schritte geht. Das wird wohl kaum klappen, denn er ist dafür noch zu schwach. Er muss erst stärker und größer werden, damit er dann mit vollem Elan sich an die zwölf Tausend Schritte machen kann. Wenn Sie also von Ihrer Lebensverändernden Mission erzählen, wenn Sie noch am Anfang stehen, dann sind Sie unsicher und lassen sich leicht durch die Meinung anderer vom Ziel abbringen. Das wollen und können Sie sich nicht leisten!
* Erzählen Sie anderen von einer bestimmten Veränderung, die Sie bereits vorgenommen haben! Das heißt für Sie: Sie haben die ersten Hürden gemeistert und Erfahrungen gesammelt. Sie sind stärker und selbstsicherer geworden. Nun sind Sie ’stabil genug‘, das Urteil anderer Menschen anzunehmen, ohne sich davon verunsichern zu lassen.

Stehen Sie früher auf

Damit meine ich nicht, dass Sie fortan dreißig Minuten früher aufstehen sollten, als Sie es gewohnt sind. Mit früher aufstehen meine ich: Seien Sie hellwach!
Die meisten Menschen gehen wie gedankenlose und deprimierte Zombies durch die Welt, obwohl sie am Tag zuvor noch gesagt haben:“Juhu! Ich bin ja so voller Elan! Weißt du was? Ich verändere gerade mein Leben!“.

Und dennoch denken sie, was sie gestern gedacht haben und tun auch heute, was sie gestern getan haben. Um sich dessen bewusst zu sein, müssen Sie hellwach sein! Denn bevor Sie etwas erkennen können, müssen Sie wissen, worauf Sie achten sollten – damit Sie es erkennen können. Das verstehen wir, wenn wir sagen: Wenn Sie bewusster leben, entgeht Ihnen weniger.

Eine gute Methode, um hellwach zu sein, ist: Stellen Sie Fragen! Wenn Sie kurz davor stehen, ein Essen zu kochen oder sich an die Arbeit zu machen, könnten Sie sich fragen: Könnte ich auf eine bessere bzw. raffiniertere Weise handeln? Eine Art, die mein gewöhnliches Handeln durchbricht?

Plan: In kleinen Schritten

Wissen Sie, was an kleinen Schritten so traurig ist? Sie haben das Gefühl, nicht (schnell) genug voranzuschreiten. Das ist wie bei Kartoffelbrei mit Spargel und eine herrlich schmeckenden Dill-Sauce. Man denkt, man habe einen Riesen Hunger und verdrückt locker drei Teller, dabei ist man schon froh, wenn man den ersten Teller vom Essen befreit hat.

Aber wie?

Setzen Sie sich nicht zu große und nicht zu viele Ziele / Schritte auf einmal. Sie verlieren sonst schnell den Überblick und fragen sich: Warte mal, wo muss ich nochmal ansetzen? Setzen Sie sich zwei bis vier Schritte als Plan, die Sie behalten können. Und zwar solche Schritte, die Sie voranbringen, aber nicht übermannen.


Christian Walter Hinze

Wenn Sie anders handeln wollen, müssen Sie zuerst anders denken wollen. Es ist mein Bestreben: Ihnen zu zeigen, was Ihnen fehlt, damit Sie das bekommen, was Sie bekommen wollen. Es ist ein Mythos zu glauben, dass Sie anders handeln könnten, ohne anders zu denken. Das geht nicht! Wenn Sie anders handeln wollen – Denken Sie anders. Wer das nicht tut, verschwendet nicht nur seine wertvolle Zeit, sondern auch sein Geld.

1 Comment

Wie werde ich wieder glücklich und zufrieden? - Christian Walter Hinze · Juli 8, 2017 at 11:28

[…] entschieden haben, auf schwierige Situationen zu reagieren – und das Tag für Tag. Wenn Sie Ihr Leben verändern wollen und dazu gehört auch seine Gewohnheiten zu verändern, dann müssen […]

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